Inhalt
- Warum Sie im Herbst zuerst prüfen
- Schritt 1: Anlagendruck
- Schritt 2: Heizkörper entlüften
- Schritt 3: Außengerät und Zuluft
- Schritt 4: Einen Tag Probe laufen
- Die vier Schritte im Überblick
- Wann Sie aufhören
- Häufige Fragen
- Betrieb in Ihrer Stadt
Warum Sie im Herbst zuerst prüfen
In den meisten Wohnungen läuft die Heizung im Sommer mit niedriger Last oder gar nicht. Beim Wiederanfahren liegt der Druck oft unter dem grünen Bereich, in den Heizkörpern sitzt Luft, und das Außengerät der Luft-Wasser-Wärmepumpe ist von Laub oder Töpfen zugestellt. Diese drei Punkte erledigen Sie vor der ersten kalten Woche.
September bis Anfang Oktober reicht. Sie müssen nicht den ersten Frost abwarten. Der Text gilt für Eigentümer und für Mieter, deren Vertrag Kleinreparaturen vorsieht. Die Schritte bleiben im Rahmen dessen, was Sie selbst tun können. Sie ersetzen weder den Fachbetrieb noch die Energieberatung vor Ort.
Schritt 1: Anlagendruck
An der Therme oder am Innengerät der Wärmepumpe sitzt ein Manometer. Ein übliches Ziel im kalten Zustand liegt bei 1,0–1,5 bar; es gelten Typenschild oder Anleitung. Liegt der Zeiger deutlich unter dem grünen Bereich, füllen Sie laut Anleitung nach – nicht auf einmal über 2,5 bar.
Wo die Füllarmatur sitzt und ob Sie selbst nachfüllen dürfen, steht in der Geräteanleitung. Als Mieter füllen Sie nur nach, wenn der Vertrag Kleinreparaturen Ihnen zuweist und die Anleitung das beschreibt. Das Sicherheitsventil bauen Sie nicht aus.
Fällt der Druck innerhalb weniger Stunden nach dem Nachfüllen auf null, kann Wasser austreten. Dann füllen Sie nicht erneut nach, sondern rufen den Betrieb an. Die Gegenüberstellung steht unter Heizungsdruck zu niedrig.
Schritt 2: Heizkörper entlüften
Ist das obere Zimmer warm und das untere kalt, oder rauscht Luft in den Rohren, sitzt meist Luft im System. Nehmen Sie eine Tasse und den Entlüftungsschlüssel. Beginnen Sie beim weitesten, höchsten Heizkörper und gehen Sie Heizkörper für Heizkörper, bis Wasser ohne große Blasen kommt.
Nach dem Entlüften kann der Druck etwas sinken. Gehen Sie zurück zu Schritt 1. Den Verteiler der Fußbodenheizung drehen Sie nicht selbst; das macht der Betrieb.
Schritt 3: Außengerät und Zuluft
Luft-Wasser-Wärmepumpe: Entfernen Sie Laub, abgestellte Töpfe und alles, was das Außengerät zustellt. Halten Sie den Abstand aus der Anleitung frei. Reif am Morgen kann zum normalen Abtauen gehören. Ein Gerät, das unter Laub erstickt, nicht.
Gasheizung: Von einem sicheren Stand aus prüfen Sie, ob die Abgasöffnung von einem Nest oder einer Folie verdeckt ist. Nur beobachten. Steigen Sie nicht auf eine unsichere Fensterbank und bauen Sie das Abgasrohr nicht aus.
Schritt 4: Einen Tag Probe laufen
Stellen Sie die Thermostatventile auf Wohnstellung und lassen Sie die Anlage einen Abend laufen. Notieren Sie: welche Zimmer kalt bleiben, ob Außengerät oder Kessel ungewöhnlich laut sind, wie weit der Druck über Nacht fällt. Stand die programmierbare Regelung im Sommer auf Frostschutz, stellen Sie den Alltagstakt zurück – sonst wirkt die Anlage tagsüber defekt, obwohl nur der Zeitplan falsch steht.
Die Wärmepumpe fahren Sie in der ersten Herbstwoche mit niedriger Last. So sehen Sie, ob Reif und Abtauen im normalen Takt bleiben. Ziehen Sie sie nicht am ersten kalten Tag auf die höchste Stufe.
Die vier Schritte im Überblick
| Schritt | Selbst | Betrieb anrufen |
|---|---|---|
| Druck | Laut Anleitung ablesen und nachfüllen | Druck fällt nach dem Nachfüllen schnell ab |
| Entlüften | Entlüftungsschlüssel, Tasse | Verteiler der Fußbodenheizung, dauerndes Luftgeräusch |
| Außengerät / Zuluft | Laub weg, Abgasöffnung beobachten | Fehlercode, metallisches Knirschen, Kältemittel ausbauen |
| Probelauf | Regelung stellen, kalte Zimmer notieren | Weiter das ganze Haus kalt, Leck, Sicherung löst aus |
Wann Sie aufhören
- Gasgeruch, sichtbares Leck, der Sicherungskasten löst wiederholt aus.
- Der Druck fällt innerhalb weniger Stunden nach dem Nachfüllen auf null.
- Das Außengerät der Wärmepumpe knirscht metallisch oder zeigt einen Fehlercode. Kältemittelleitungen bauen Sie nicht selbst aus.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Heizung-Check im Herbst?
Druck, Entlüften und Außengerät schaffen Sie oft in einer Stunde. Der Probelauf braucht einen weiteren Abend. Bei Leck, Gasgeruch oder Fehlercode hören Sie auf.
Dürfen Mieter selbst nachfüllen und entlüften?
Nur wenn der Mietvertrag Kleinreparaturen dem Mieter zuweist und die Anleitung das erlaubt. Das Sicherheitsventil bauen Sie nicht aus. Den Verteiler der Fußbodenheizung drehen Sie nicht selbst.
Welcher Heizungsdruck ist normal?
Kalt oft 1,0–1,5 bar, maßgeblich sind Typenschild oder Anleitung. Deutlich unter dem grünen Bereich zuerst nachfüllen. Fällt der Druck danach schnell auf null, rufen Sie den Betrieb an.
Sind die Schritte bei Wärmepumpe und Therme gleich?
Druck und Probelauf sind gleich. Bei der Wärmepumpe zusätzlich das Außengerät von Laub freihalten. Bei der Gasheizung die Abgasöffnung beobachten. Kältemittelleitungen bauen Sie nicht aus.
Was tun, wenn es nach dem Check weiter kalt bleibt?
Kalte Zimmer, Druckwert und Fehlercode notieren. Dann die Betriebskarte öffnen und selbst anrufen. Im Notfall zuerst die Notdienst-Seite. Wir vermitteln keine Anfragen.
Betrieb in Ihrer Stadt
Bleibt es nach den vier Schritten kalt oder tritt ein Stopp-Signal auf, öffnen Sie die Betriebskarte und rufen Sie selbst an. Im Notfall zuerst die Notdienst-Seite.