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Störung selbst prüfen

Heizungsdruck zu niedrig

Stand: 2026-09 · Maßgeblich ist die Anleitung Ihres Geräts.

Liegt das Manometer an der Therme oder am Innengerät der Wärmepumpe unter dem grünen Bereich, werden Zimmer nach und nach kalt. Unterscheiden Sie zuerst: Fehlt Wasser, oder tritt Wasser aus?

Im Sommer läuft die Anlage oft mit niedriger Last oder gar nicht. Ein Teil des Wassers entweicht über Entlüfter, ein Teil sitzt als Luft in den Heizkörpern. Nach dem ersten Entlüften im Herbst fällt der Druck oft noch einmal. Das ist kein Beweis für eine undichte Stelle. Fällt der Druck nach dem Nachfüllen innerhalb weniger Stunden auf null, ist die Lage eine andere: Dann füllen Sie nicht weiter nach.

Lesen Sie den Druck im kalten Zustand. Warm steigt er; das ist normal. Vergleichen Sie nicht einen warmen Abendwert mit dem kalten Ziel auf dem Typenschild. Der grüne Bereich auf dem Manometer gilt für Ihre Anlage. Ein Nachbarhaus mit mehr Stockwerken braucht oft einen anderen Wert. Ohne Typenschild und Anleitung bleiben 1,0–1,5 bar nur eine übliche Spanne, kein Soll für jedes Haus.

Symptom → mögliche Ursache

Was Sie sehenHäufige Ursache
Kalt unter rund 1,0 barIm Sommer niemand nachgefüllt, kleine Undichtigkeit, gerade entlüftet
Oben warm, unten kaltLuft im System, nicht unbedingt eine defekte Pumpe
Nach dem Nachfüllen innerhalb weniger Stunden wieder leerMögliche Undichtigkeit, aufhören
Sicherheitsventil tropft, Druck am AnschlagZu viel nachgefüllt oder Ausdehnungsgefäß, nicht weiter füllen

Was Sie selbst tun können

Arbeiten Sie nur im Rahmen der Geräteanleitung. Die Füllarmatur sitzt je nach Gerät an der Therme, im Heizraum oder hinter einer Verkleidung. Ob Sie als Mieter nachfüllen dürfen, steht im Mietvertrag unter Kleinreparaturen – und zusätzlich in der Anleitung.

  1. Lesen Sie das Manometer im kalten Zustand. Ein übliches Ziel liegt bei etwa 1,0–1,5 bar; es gilt das Typenschild.
  2. Wenn die Anleitung es erlaubt, füllen Sie langsam bis in den grünen Bereich nach. Gehen Sie nicht über 2,5 bar.
  3. Entlüften Sie die Heizkörper von weit und oben nach innen. Den Verteiler der Fußbodenheizung drehen Sie nicht selbst.
  4. Lesen Sie das Manometer am nächsten Morgen erneut und notieren Sie, wie weit der Druck gefallen ist.

Nach dem Entlüften kann der Druck etwas sinken. Dann füllen Sie einmal nach und beobachten. Wiederholtes Nachfüllen ohne Halt ist kein Wartungsprogramm, sondern ein Hinweis auf Verlust. Tropft das Sicherheitsventil oder steht der Zeiger am Anschlag, haben Sie zu viel nachgefüllt oder das Ausdehnungsgefäß hält nicht. Weiteres Wasser macht das schlimmer.

Der Herbst-Check (Druck, Entlüften, Außengerät, Probelauf) steht im Ratgeber. Dieser Text behandelt nur den Fall „Druck zu niedrig“. Gasgeruch, Wasser auf dem Boden oder ein Fehlercode der Wärmepumpe beenden die eigene Liste.

Wann Sie aufhören und anrufen
  • Der Druck fällt nach dem Nachfüllen schnell wieder ab.
  • Wasser auf dem Boden, Feuchte an der Decke.
  • Gasgeruch, der Sicherungskasten löst aus.
  • Die Wärmepumpe zeigt einen Fehlercode oder das Außengerät knirscht metallisch.

Name, Adresse und Telefon stehen auf den Betriebskarten Sanitär & Heizung. Die Notdienst-Seite zur Heizung listet eine Nachtnummer nur, wenn ein Betrieb 24 Stunden gekennzeichnet ist. Den Check vor der Heizperiode finden Sie im Ratgeber.

Heizung Notdienst Wien Heizung-Check im Herbst

Kurze Fragen

Darf ich als Mieter selbst nachfüllen?

Nur das Nachfüllen, das die Anleitung beschreibt. Das Sicherheitsventil bauen Sie nicht aus. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie an.

Was hat das mit einem Rohrbruch zu tun?

Druck auf null und stehendes Wasser: zuerst Wasserrohrbruch erste Hilfe.

Warum ist oben warm und unten kalt?

Luft sammelt sich oben. Entlüften Sie den höchsten, weitesten Heizkörper zuerst. Bleibt das Geräusch, ist oft der Verteiler der Fußbodenheizung betroffen – das macht ein Betrieb.

Redaktion: Handwerknah · Prüfung im sicheren Rahmen, kein Ersatz für den Fachbetrieb.